23. August 2010
Modellstadt St. Goar: Materialproben auf der Baustelle
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Die neu gestaltete Musterfläche wurde nach dem Erhärten sogleich wieder einer intensiven Verschmutzung ausgesetzt, die über mehrere Tage eintrocknete und dann gekehrt wurde. |
Bis zu sechs Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in St. Goar investiert, ein ganzes Bündel von Maßnahmen wird dabei das Gesicht der Stadt entscheidend verändern. Damit aber alle Projekte und Vorhaben von der Neugestaltung des Rheinufers bis zum Umbau der Ortsdurchfahrt miteinander in Einklang stehen und dem UNESCO Welterbetitel gerecht werden, arbeiten alle Beteiligten unter dem Motto „Modellstadt St. Goar“ eng zusammen.
Dass diese Aufgabe keine leichte ist, zeigte der in 2009 europaweit ausgelobte Architektenwettbewerb der Initiative Baukultur, der für alle Maßnahmen den besten Entwurf herbeiführte. So mussten die Planer nicht nur Belangen der Verkehrsplanung, der Schifffahrt, der Denkmalpflege und des Naturschutzes Rechnung tragen, sondern auch eine bauliche Lösung finden, die – angesichts des Hochwassers – auch Überschwemmungen und starken Strömungen sowie der anschließenden Reinigung mühelos stand hält.
Um das hierfür optimal geeignete Material zu finden, wurde in der vergangenen Woche im Bereich des Hansenplatzes ein spezieller Epoxidharz-Belag mit feinem hellen Quarzsand aufgetragen. Die neu gestaltete Musterfläche wurde nach dem Erhärten sogleich wieder einer intensiven Verschmutzung ausgesetzt, die über das Wochenende auch eintrocknete.
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Der Test zeigte zur Zufriedenheit aller, dass der edle Oberflächenbelag, der auch aktuell auf den Flächen der Bundesgartenschau in Koblenz zum Einsatz kommt, für die Stadt St. Goar ebenfalls sehr gut geeignet ist. |
Jetzt wurde vom städtischen Bauhof und der örtlichen Feuerwehr die Reinigungsübung für den Ernstfall durchgeführt. Die Probereinigung wurde hierbei kritisch bewacht: Nicht nur die beteiligten Planungsbüros Stadt-Land-plus und RMP Stephan Lenzen, Vertreter der SGD Nord, des Wasser- und Schifffahrtsamtes und der Baufirma, sondern auch der Stadtbürgermeister überzeugte sich persönlich von der Erprobung. Denn Stadtbürgermeister Walter Mallmann betont: „Die neue Uferpromenade soll nicht nur sehr gut aussehen, sondern sie muss sich auch nach den regelmäßigen Überflutungen und somit Verschlammung mit geringem Aufwand und ohne Schäden reinigen lassen.“
Der Test zeigte zur Zufriedenheit aller, dass der edle Oberflächenbelag, der auch aktuell auf den Flächen der Bundesgartenschau in Koblenz zum Einsatz kommt, für die Stadt St. Goar ebenfalls sehr gut geeignet ist. Daher kann dieser Belag in den nächsten Wochen im bereits begonnenen ersten Bauabschnitt der wasserwirtschaftlichen Maßnahme der SGD Nord, vom Hafen bis zur Panzerrampe, verbaut werden.








