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11. Mai 2010

Die Stadt St. Goar verfügt über ein Wanderparadies

Jubiläumswanderung der „Wanderfreunde Rheinfels“


Am vergangenen Wochenende konnte Stadtbürgermeister Walter Mallmann bei der Jubiläumswanderung der Wanderfreunde „Rheinfels“ St. Goar, zu der auch die Mitglieder der städtischen Gremien eingeladen waren, ein Netz von einzelnen Wanderwegen und Themenpfaden vorstellen, die er als Wanderparadies im Welterbetal bezeichnete.

Wanderwege vom Feinsten

In der Gemarkung der Stadt St. Goar Wanderwege „vom Feinsten“ zu schaffen, das hatte Mallmann bei seiner Einführung als Stadtbürgermeister im Jahr 1999 angekündigt. Damals war der stadtnah gelegene Reusche Park noch überwuchert und die einstmals markierten Strecken des ehemaligen Rheinhöhen-Wanderweges endeten meistens im Gestrüpp. Wanderwege zählten nicht zu den Attraktionen der Rheinfelsstadt. Das hat sich innerhalb eines Jahrzehnts gewaltig geändert.

Ein gelungenes Projekt

Landrat Bertram Fleck fand lobende Worte für das perfekt gelungene Projekt, das inzwischen zu einer wichtigen Säule des Fremdenverkehrs im Mittelrheintal geworden ist.

Landrat Bertram Fleck, der bereits bei der Eröffnungsveranstaltung zu diesem Vorhaben vor zehn Jahren anwesend war, fand lobende Worte für das perfekt gelungene Projekt, das inzwischen zu einer wichtigen Säule des Fremdenverkehrs im Mittelrheintal geworden ist. Der Landrat betonte, dass es den Verantwortlichen der Stadt St. Goar stets gelungen sei, mit dem nötigen Idealismus stets Ideen, Konzeptionen, Pläne und Eigenmittel zur Erlangung von Fremdmitteln bereit zu halten.

Großer ehrenamtlicher Einsatz

Bei dieser Gelegenheit wurde der hohe ehrenamtliche Einsatz der St. Goarer Wanderfreunde unter der Leitung von Jürgen Goedert herausgestellt, die außer zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden bei der Unterhaltung der Wege auch 10.000 Euro zu deren Einrichtung gespendet haben.

Inzwischen werden in den St. Goarer Gemarkungen mit dem Rheinfelspfad, der Via Sancti Goaris, dem Landgräfin Anna Elisabeth-Weg, dem Höhenweg, dem Burgweg, dem Panoramaweg, dem Erzweg, dem Grubenweg, dem Mühlenweg, dem Hansenweg und dem Moviusweg rund 100 km vorbildlich markierte Wanderwege als Themenpfade mit zahlreichen schmuckvollen Hinweistafeln angeboten, die Flora, Fauna und Historie kurzweilig erklären. Das Ganze wurde vom Diplom-Biologen Thomas Merz so hervorragend konzipiert, wie es nach übereinstimmender Aussage aller Beteiligten nicht besser sein könnte.

Gut angelegtes Geld

Im Rahmen des Gesamtkonzeptes wurde der Schlossberg renaturiert, dort wieder ein Weinberg angelegt und der Alexanderplatz neu gestaltet. Im Reusche Park wurde der Naturlehrpfad erneuert. Die dortige Escarpierung ist mit ebenso hohem Aufwand restauriert wie auch der Eiserturm. Die Gesamtkosten der über zehn Jahre währenden Maßnahmen, wozu auch die Montage von zwei Monorack-Bahnen gehört, belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Davon wurden 50.000 Euro als Eigenleistung und 100.000 Euro als Eigenmittel aus dem städtischen Haushalt aufgebracht. 650.000 Euro, das sind 80 Prozent der Gesamtkosten, flossen an Förderungen aus unterschiedlichen Töpfen aus Europa, dem Bund, dem Land, dem Zweckverband Oberes Mittelrheintal und dem Rhein-Hunsrück-Kreis.

Inzwischen wage sich die Stadt St. Goar, wie allgemein bekannt sei, trotz der schwierigen finanziellen Lage, an weitere schwierige Zukunftsaufgaben und nannte das Vorhaben „Modellstadt St. Goar“ und die Dorferneuerungen in den Stadtteilen Biebernheim, Fellen und Werlau.