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24. Dezember 2009

Die Wanderfreunde „Rheinfels“ St. Goar zogen Bilanz

Neun unterschiedliche Themenwege verbinden das St. Goarer Wanderwegenetz

„Wir haben in den zehn Jahren unseres Bestehens in einer vorbildlichen Pionierleistung die touristische Ausrichtung unserer Stadt nachhaltig und positiv verändert“, so lautete die Kernaussage von Stadtbürgermeister Walter Mallmann, gleichzeitig Vorsitzender der St. Goarer Rheinfels-Wanderer, anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung.

Der Vorsitzende erinnerte daran, dass sich noch vor zehn Jahren wandernde Feriengäste in Leserbriefen mit dem Hinweis beschwert hätten, dass der so genannte Rheinhöhenweg oftmals im Gestrüpp und im Nichts ende. Das ist inzwischen ganz anders geworden. Der Verein markierte ohne öffentliche Mittel den Rundweg im Tal der Loreley mit fünf Etappen links- und zwei Etappen rechtsrheinisch. Die rechtsrheinischen Etappen sind die Vorläufer des heutigen Rheinsteigs.

Dieser Rundweg wurde durch den Deutschen Volkssportverband (DVV), dessen Präsident Mallmann damals war, lizenziert und mit finanzieller Unterstützung der St. Goarer Hotellerie und Gastronomie in ganz Deutschland und in europäischen Nachbarländern beworben. Die Wanderer blieben nicht aus und die Vereinskasse wurde durch deren Startgelder erheblich aufgebessert. Damit war der Grundstein zu den heute bestehenden Themenpfaden in der St. Goarer Gemarkung und in der angrenzenden Nachbarschaft gelegt.

Mit Mitteln des Zweckverbandes UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und dem europäischen Förderprogramm LEADER plus entstand in der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel ein nahezu perfektes Wanderwegenetz, dessen Wanderkarte neu aufgelegt und ein informeller Wanderführer angeboten wird. Der Aussichtsturm auf dem Spitzen Stein mit der Wanderhütte ist das weitere Ergebnis einer Idee, deren Erfolg nicht aufzuhalten war. Der St. Goarer Wanderverein sprang mehrfach mit seinem Geld als großzügiger Spender ein, als der Etat der Stadt nicht ausreichte, um die notwendigen Fördergelder zu erhalten.

In wenigen Tagen sind in St. Goar neun unterschiedliche Themenwege miteinander vernetzt und es gibt genügend Grund zum Feiern. Was aber außerdem noch zu erwähnen ist: Die Wanderer stellen inzwischen einen großen Teil der Gäste in der Stadt und die Ferienwohnungen haben sich verzehnfacht.

Außerdem bietet der St. Goarer Wanderverein unter der Regie von Jürgen Goedert nicht nur den Kindern der Stadt regelmäßig geführte Themenwanderungen an, sondern auch Einheimischen und Gästen, um ihnen die Einmaligkeit der mittelrheinischen Kulturlandschaften zu zeigen.