St. Goar >Aktuelles >> 2009

11. August 2009

Die St. Goarer Senioren blickten auf die Neugründung des Hansenordens zurück

Den Täufling in der Mitte, marschieren Hansenmeister, -helfer und -paten zum Rathaus der Stadt, wo das Halsband angebracht ist.

Mit einem Rückblick auf die Neugründung des St. Goarer Hansenordens in den 1930er Jahren beschäftigten sich die Mitglieder des Seniorenkreises „St. Goarer Geschichte(n)“ anlässlich ihres Monatstreffens im August. Stadtbürgermeister Walter Mallmann fasste in einem Kurzbericht die Geschichte der mittelalterlichen St. Goarer Kaufmannsgilde zusammen, wobei er sich auf die Überlieferungen von Leopold Ensgraber, dem langjährigen Kustos des Ordens, verließ.

Der an die Kette angeschlossene Weintäufling muss den alten aus dem Jahre 1683 stammenden silbernen Hansenbecher bis auf den Grund leeren.

In seiner im Rahmen einer Powerpoint-Präsentation vorgetragenen Chronik anlässlich des Wiederauflebens der alten Tradition vor jetzt rund 75 Jahren bediente er sich der vorhandenenr Originalunterlagen aus der damaligen Zeit. Ergänzt wurden diese durch umfangreiches Bildmaterial, das im Stadtarchiv aufbewahrt ist und das außerdem mit Fotos aus alten Alben von St. Goarer Familien ergänzt wurde.

Die Taufe mit Wasser ist zwar billiger, wird dafür aber auch um so gründlicher vollzogen.

Sehr wertvoll waren die Hinweise der anwesenden Zeitzeugen, die damals als Kinder beim traditionellen Geschehen mit dabei waren und die auf einer Reihe gezeigter Fotos zahlreiche längst verstorbene Personen identifizieren konnten.

Eindrucksvoll und anschaulich wurde dokumentiert, dass von den Hansen in den Jahren vor dem 2. Weltkrieg mit einem enormen ehrenamtlichen Aufwand und einfachsten Mitteln beschwerlichste Arbeiten zum Erhalt der Burgruine Rheinfels geleistet wurden.

Unsere Fotos aus dem Stadtarchiv St. Goar zeigen das traditionelle Hansengeschehen in den 1930er Jahren.